Per Anhalter hingetrampt, vor Ort barfuß unterwegs. Die kolumbianische Wüste Desierto de la Tatacoa ist auf jeden Fall ein erstrebenswertes Ziel!

Ab in die Wüste Kolumbiens!

Per Anhalter in die Desierto de la Tatacoa – unterwegs im Land der Extreme

Es ist mittlerweile Mitte August 2017. Doch lasst uns nochmal kurz zurückblicken, wie ich es zur Wüste Kolumbiens, der Desierto de la Tatacoa schaffte: Mitte Mai kam ich in Cartagena, der Hafenstadt Kolumbiens, mit einem französischen Käpt’n & seinem Segelboot an. Dazu kann ich dir nur wärmstens den VLOG#16 ans Herz legen.

Von der Karibikküste Kolumbiens bewegte ich mich anschließend trampend mit diversen LKWs, Autos, Motorrädern und auch einem Gratis-Taxi Richtung Süden. (Siehe VLOG#1) Komlumbien ist ein heißes Flaster, was das Trampen angeht und so dachte ich, es wäre besser, möglichst bald die Grenze nach Ecuador  zu queren. Wären da denn nicht diese extrem gastfreundlichen Kolumbianer gewesen… Ich „musste“ mich quasi in ihr Land verlieben. Trampschwierigkeiten hin oder her. Wer meine VLOGs schaut, weiß, dass ich stets die Nähe zur lokalen Bevölkerung suche. Meine Reiseart lebt praktisch davon. Und in Kolumbien wird das durch zwei Extreme nochmals provoziert: Auf der einen Seite ist es sehr schwierig draußen in der Natur zu übernachten, da es an den Straßen sehr viele Stacheldrahtzäune gibt und nahezu alles Privatgrundstücke sind. Zudem kommt, dass ich mich oft etwas unwohl fühle, was daran liegt, dass die Kolumbianer dich stets vor Raub & Diebstahl warnen. Diese Kriminalität ist nunmal allgegenwärtig, da kann man nicht einfach drüber hinwegsehen. Und auf der anderen Seite wirst du in Kolumbien sehr sehr viele, unglaublich herzliche Menschen treffen, die es fast schon erwarten, dass du bei ihnen übernachtest oder zumindest mal mit ihnen zusammen isst. Durch dieses Zusammenspiel der Extremen fällt es mir recht leicht, einen sehr angenehmen Platz für die Nacht zu finden. 

Zudem kam, dass ich über die Workaway.info bereits einen „Host“ für ein paar Wochen im Herzen Kolumbiens gefunden hatte. Dort konnte ich dann mal so richtig durchatmen, half etwas gegen Bett & Essen mit und machte gleich die nächsten Bekanntschaften, sodass meine neue „Familie“ gefunden war. Schau dir hier mal den VLOG#2 an, wie ich die Zeit in Ukuku, der Ökolodge verbrachte.
Film ab!


 

Ich selbst kann solche Projekte über workaway.info oder helpX.net empfehlen, da es eine wunderbare Möglichkeit ist, ein wenig „anzukommen“ und gleichzeitig in das Leben vor Ort einzutauchen. Gleichzeitig lebt man in dieser Zeit ohne Kosten – man verdient nichts, gibt aber auch nichts aus.

Wenn der Berg ruft…

…dann komme ich! Das dachte ich mir bei diesem Anblick:

Das Fieber war also in mir geweckt und bald packte ich meinen Rucksack, kaufte grob geschätzt sieben Kilo Obst und Gemüse für umgerechnet 6€ ein und stieg auf über 4000m hoch. Dort blieb ich dann fast eine ganze Woche. Es war ein großartiges Erlebnis und auch darüber habe ich einen VLOG gemacht. Gönn‘ dir in 10 Minuten, wie ich eine Woche im Paramo, der sogenannten Landschaftsform auf über 4000m lebte.
Klappe, die 2.!

 

Nach dieser Extremen wartete auch schon die nächste auf mich… Die Desierto de la Tatacoa!

Doch zuvor besuchte ich noch die wunderbare Familie von Elena & Jaime, die mich während meines Voluntariats in UKUKU einluden, doch auch eine gewisse Zeit bei ihnen zu wohnen. Ich wollte erst so eine Woche bleiben. Letztendlich wurden es drei. Mit den beiden ging es erst einmal hoch auf eine Finca. Eine „Finca“ ist praktisch ein Bauernhof. Manche Fincas  bauen Kaffee an, andere halten Kühe und wiederum andere bauen nahezu von allem etwas an. Es war ein tolles Erlebnis, mal in das Leben der Bauern einzutauchen. Besonders fasziniert hat mich die Vielfalt an Gemüse & Obst – es ist wahrhaftig ein Traum! Nach diesem wunderbaren Wochenende auf dem Bauernhof verbrachte ich einige Zeit am Laptop, bastelte an dieser Homepage, schnitt VLOGs und startete  eine Patreon-Kampagne.

Mitte Juli, zwei Monate nach meinem Start an der Nordküste Kolumbiens, stand ich dann inmitten der Stadt Ibagué trampend am Straßenrand. Ibagué ist größentechnisch vergleichbar mit Mainz. Diesmal war die Wüste Desierto de la Tatacoa das Ziel und bevor du weiterliest, schaue dir diesen VLOG an:

 

Die Wüste Desierto de la Tatacoa ist ebenso wie der Paramo auf 4000m Höhe ein unglaublich faszinierendes Ökosystem. Gerade wer Sternenhimmel liebt, ist in diesen Regionen genau richtig! Zwei blieb ich dort und in der zweiten Nacht wachte ich gegen 1:00 Uhr auf, blickte nach oben und die Milchstraße funkelte über mir.

Milchstraße von Joshi Nichell über der Desierto de la Tatacoa
Die Milchstraße über der Desierto de la Tatacoa

Gibt es einen schöneren Ort zum Übernachten? Für mich war es mal wieder ein Ort zum Träumen.

Wo würdest du lieber hinreisen?

In die trockene Wüste oder auf 4000m Höhe, wo Regen und Nebel die Landschaft bestimmen?

Schreibe es hier drunter in die Kommentare!

Joshi Nichell

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